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Englische Wissenschaftler entdeckten, dass Parabene in Kosmetika Brustkrebs erregen können
Parabene ist die weitest verbreitete Gruppe der Kosmetikrohstoffe, die in fast 99% der auf dem Markt vertretenen Kosmetikprodukte enthalten ist – in Cremes, Shampoos, Lippenstiften, Deos. Funktion der Parabene ist, die Produkte zu konservieren. Parabene töten die Bakterien. Das ist gut. Aber was tun sie uns, den Frauen, an?
Immer mehr Beweise
Brustkrebs ist die häufigste onkologische Erkrankung bei Frauen – sie beträgt fast ein Drittel aller Krebsfälle. Die Mediziner hatten schon länger vermutet, dass die immer öfter auftretende Brustkrebserkrankung bei Frauen in der westlichen Welt an dem hohen Gebrauch von Cremes und Deos unter Frauen liegen könnte. Ursprünglich wurden diese Vermutungen als nicht ernstzunehmend beurteilt, die Wissenschaftler betrachteten sie nur als bloße Einbildung ängstlicher Frauen. Bis eine nach der anderen Studien über den Einfluss von Parabenen erschienen. Ende der 90-er Jahre wurde entdeckt, dass Parabene über eine imitative Wirkung der weiblichen Geschlechtshormone – Östrogene, verfügen, die in laboratorischen Untersuchungen, bei Versuchen an Mäusen, Ratten, sowie Brustkrebszellen beobachtet wurde. Da die Brustkrebserkrankung eng mit dem Zustand der Hormone zusammenhängt, wuchsen die Vermutungen über die Verbindung zwischen Krebs und Kosmetika. 2004 veröffentlichte das englische Wissenschaftlerteam unter Leitung von Forscherin Philippa Darbre in der Universität Reading (University of Reading) Studienergebnisse, welche die enge Verbindung zwischen Konservierungsstoffen und Krebs bewiesen. Bei der Untersuchung von 20 Proben der Krebszellen wurde in 18 Fällen die Anwesenheit von Parabenen festgestellt, welche in den Tumor durch die Haut gelangt sind, aus Deos und Cremes, welche die Frauen auf der Haut verteilt hatten.
Ein hoher Preis für die unechte Schönheit
Was sind denn die Konsequenzen, die wir aus dieser Entdeckung ziehen können? Bisher wurde behauptet, dass Parabene durch die Haut ins Blut aufgesaugt, dann verarbeitet und anschließend mit Urin ausgeführt werden können. Die Anwesenheit von Parabenen in den Tumorzellen hat das Gegenteil bezeugt – diese chemischen Konservierungsstoffe werden nicht nur durch die Haut von dem Körper absorbiert, sondern sammeln sich im Gewebe an und behalten dieselbe Form, in welcher diese Stoffe in Cremes enthalten sind. Dies bedeutet, dass der Körper sie nicht abbauen kann. Die Studie zeugt auch davon, dass Parabene, die durch Ernährung aufgenommen werden, in den Verdauungstrakt gelangen und dort abgebaut werden, wodurch die gefährliche hormonelle Wirkung verringert wird. Dagegen fügen Chemikalien, die durch die Haut in die Augen gelangen, einen viel größeren Schaden hinzu. Ärzte und Krebspatienten aus der ganzen Welt sind über die schädliche Wirkung der synthetischen Kosmetik auf die Gesundheit beunruhigt. Zum Beispiel, Vertreter des Kanadischen Krebsverbands (The Canadian Cancer Society) betonen, dass fast jede zweite Frau in diesem Land eine an Krebs erkranke Person unter ihren Verwandten hat. Die beunruhigende Verbreitung der Erkrankung wird durch die Menge von kanzerogenen Stoffen begünstigt, welche der menschliche Körper durch Ernährung, Kosmetik und Umweltverschmutzung aufnimmt.
Ein besonderer Verdacht fällt auf Deos
Noch eine interessante Frage, welche die Forscher zur Zeit stellen, ist – wenn sich Krebs in fünf verschiedenen Bereichen der Brust entwickeln kann, warum werden fast 60% aller Tumore in der oberen äußeren Zone, die am nächsten an die Achseln ist, lokalisiert? Diese Frage bleibt unbeantwortet und schafft somit einen Grund zur Vermutung, dass die rasch steigende Anzahl von Erkrankten mit häufiger Verwendung von Deos in der Achselzone und deren schädlichen Inhaltsstoffen zusammenhängt. Noch eine statistische Beobachtung – Brustkrebs entwickelt sich öfter in der linken, und nicht in der rechten Brust. Hängt es damit zusammen, dass die meisten Menschen mit der rechten Hand besser umgehen und dadurch mehr Deo auf die linke Achsel auftragen können?! Deos enthalten nicht nur Parabene als Konservierungsstoffe. Einer der am häufigsten verwendeten Inhaltsstoffe der Anti-Schweiß-Mitteln sind Aluminiumsalze, die sich an das DNA-System binden und diese beschädigen können. Die Wissenschaftler haben folgende Theorie über den Angriff der Gesundheit durch chemische Kosmetik aufgestellt: Aluminiumsalze aus Deos beschädigen das DNA in den Brustzellen, und Parabene, die in Anti-Schweiß-Mitteln und Cremes reichlich enthalten sind, werden in der Haut absorbiert und begünstigt dann die Vermehrung beschädigter Zellen. Dies kann die häufige Lokalisierung von Tumoren nahe der linken Achsel erklären.
In Lettland – genau dieselben Probleme
Lettischer Anti-Krebs-Verband (Latvijas Pretvēža apvienība) berichtet, dass die Situation in Lettland zunehmend dramatisch wird. In den letzten 10 Jahren (1995-2004) ist die Zahl der an bösartigen Tumoren erkrankten Personen um 19,5%, und Zahl der daran Gestorbenen um 16,7% gestiegen. Könnte die rasche Verbreitung dieses Problems mit der Zunahme des Verbrauchs von Kosmetikwaren zusammenhängen, die wir, Frauen, jeden Tag beim Duschen, Haarewaschen, Auftragen der Creme verwenden? Und mit schädlichen Lebensmittelzusatzstoffen, die wir im Alltag aufnehmen? Genauso wie überall in der westlichen Welt, auch bei den lettischen Frauen ist Brustkrebs das Hauptproblem, bei den Männern – Prostatakrebs.
Leider versprechen die Zukunftsprognosen keine Verbesserung der Lage. Krebs bleibt eine der meist verbreiteten Todesursachen in der Welt. Nur ein Drittel aller festgestellten Krebsfälle wurde geheilt – dank der frühen Diagnostik und effektiven Behandlung. Zahl der Krebserkrankten steigt rasant. 1985 betrug die gesamte Zahl der Krebserkrankten auf der ganzen Welt 17,5 Mio., und 2015 könnte diese Zahl laut angenäherten Berechnungen 30 Mio. erreichen. Es wird erwartet, dass die Zahl der Krebserkrankungen in den Entwicklungsländern steigt, sowie in den industriell hoch entwickelten Ländern unverändert bleibt oder ein wenig abnimmt.
Was tun, um sich zu schützen?
Das erste Gesetz im Leben – beschütze dich selbst. Große Hersteller machen es sich einfach und werden nicht so schnell auf Verwendung von schädlichen Zusatzstoffen verzichten. Um den Kontakt mit krebserregenden Stoffen zu verringern, lerne erstmal einige Inhaltsstoffe auf der Kosmetik-Verpackung zu entziffern. Finde das Verzeichnis der Inhaltsstoffe, meist ist es auf den Produkten unter dem Wort Ingredients oder INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) angegeben. Solltest du in der Aufzählung, meist am Ende, Konservierungsstoffe der Gruppe Parabene: metylpareben, butylparaben, propylparaben, isobutylparaben, sehen – lass das Produkt lieber im Regal stehen oder schmeiß es in den Müll, falls es schon in deinem Badezimmer steht. Ich kann gleich warnen, dass die meisten Produkte im Regal bleiben oder im Müll landen werden, deswegen empfehle ich, solche Orte oder Kosmetikmarken zu suchen, die natürliche Kosmetik ohne Parabene und andere schädliche Inhaltsstoffe anbieten.
Im Artikel verwendete Quellen:
Lettischer Anti-Krebs-Verband
The Canadian Cancer Society
The Organic Consumers Association,
www.organicconsumers.org
Wie verstehe ich den Kosmetik-Inhalt?
1. Schritt: merke dir die Inhaltsstoffe, die du in deiner Alltagskosmetik nicht haben willst
Heutzutage werden in der Kosmetikherstellung ungefähr 8 Tausend verschiedene Rohstoffe verwendet. Ein Teil davon ist natürlicher Herkunft – Pflanzenöle, Extrakte, Wachse, ätherische Öle, ein großer Teil sind jedoch im Labor synthesierte chemische Verbindungen. Sehr oft sind synthetische Rohstoffe schädlich für den Körper und können, wenn man diese dauerhaft verwendet, dem Immunsystem schaden, Allergien für dich und deine Nachkommen schaffen, sowie Bildung von Krebszellen begünstigen. Natürlich kann kein Mensch alle möglichen Inhaltsstoffe und deren Wirkung auswendig kennen, dennoch lohnt es sich für die eigene Gesundheit, einige zu merken – die gefährlichsten und die am häufigsten verwendeten. Welche sind es – erfahre auf der nächsten Seite!
2. Schritt: finde das richtige Verzeichnis der Inhaltsstoffe
Die Gesetzgebung besagt – auf dem Kosmetik-Produkt muss unbedingt eine vollständige Zusammensetzung des Mittels angegeben werden. Diese muss auf der Dose oder Tube, in die das Produkt abgefüllt ist, oder auch auf der Schachtel, in der sich die primäre Verpackung befindet, vorhanden sein. Wenn du im Geschäft ein Produkt in die Hand nimmst, musst du dessen Inhalt unbedingt auf der Verpackung finden können. Manchmal, um zu ergründen, was drin ist, muss man fast ein Vergrößerungsglas zu Hilfe nehmen, denn die Hersteller schaffen es, eine mikroskopische Buchstabengröße für diese Zwecke zu finden. Der Inhalt wird oft unter dem englischen Wort Ingredients oder Buchstaben INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) angegeben.
3. Schritt: finde darin erwünschte und unerwünschte Stoffe
Inhaltsstoffe werden in abnehmender Reihenfolge aufgezählt – je mehr von diesem Stoff verwendet wurde, desto höher steht er im Verzeichnis. Der Hauptbestandteil vieler Produkte ist destilliertes Wasser (Aqua oder Aqua purificata), dann folgt der Rest. Bei Cremes folgen in der Regel nach dem Wasser ölartige Rohstoffe (ich hoffe, in deiner Creme wird es ein Pflanzenöl sein, und kein billiges Mineralöl oder listige Silikonöle - dimethicone, cyclomethicone und andere Stoffe mit dieser Endung). Am Ende des Verzeichnisses werden meist Konservierungsstoffe, Farbstoffe aufgezählt. Schau hier, ob das Produkt Parabene und andere schädliche Rohstoffe enthält. Es ist gut, wenn du im Verzeichnis viele verschiedene Bezeichnungen von natürlichen Rohstoffen findest. Pflanzen werden mit deren lateinischer Bezeichnung aufgeführt, in Klammern findet man oft die englische Übersetzung, z.B.: Kamille: Chamomile Recrutita (Camomile) Extract. Oder Avocadoöl: Persea Gratissima (Avocado) Oil.
4. Schritt: du kannst entziffern, wie groß der Anteil an Aktivstoffen ist
Es gibt einen besonderen Trick, wie du entziffern kannst, welchen Anteil an besonderen Stoffen das Produkt enthält. Mengenmäßige Beschränkung für den Konservierungsstoff Parabene im Produkt liegt bei 0,5%. Wenn der Hersteller behauptet, ein besonderer Bestandteil dieser Creme sei Kamille, jedoch der Kamilleextrakt nur am Ende des Verzeichnisses oder nach Parabene aufgeführt ist, können wir feststellen, dass die Creme nur um 0,..% aus Kamille besteht, was ein zu geringer Wert ist, um jegliche Wirkung auf die Haut zu haben. Deswegen lohnt es sich nicht, diese Creme zu kaufen, zum einen weil sie Parabene enthält, und zum anderen weil Kamille nur in der Bezeichnung dominiert. Wenn sich Bezeichnung des Rohstoffes am Anfang oder in der Mitte des Verzeichnisses befindet, können wir feststellen, dass der Anteil an diesem Stoff entsprechend größer ist.
Welche Inhaltsstoffe sollte man in der Kosmetik meiden?
In der Kosmetik werden Tausende von künstlichen Inhaltsstoffen verwendet, die für die Gesundheit schädlich sein können. Natürlich wird nichts passieren, wenn man ein paar Mal eine Creme mit Parabenen oder Propylenglycol aufgetragen hat. Im Falle der regelmäßigen Verwendung werden Schadstoffe jedoch im Körper angesammelt und gefährden so die Gesundheit. Durch die Analyse der in Lettland vertretenen Pflegekosmetik wurden die am häufigsten verwendeten Stoffe aufgeführt, deren schädliche Wirkung bekannt ist. Diese Stoffe sollte man in der Alltagskosmetik meiden.
Parabene, Paraben (Metyl, Butyl, Propyl, Isobutyl)
Fast in allen kosmetischen
Mitteln enthalten
Zweck:
Konservierungsstoffe, die das kosmetische Mittel vor Verderben schützen.
Unerwünschte Wirkung:
allergieerzeugend, mutagen, imitieren die Tätigkeit weiblicher Hormone,
beschädigen das endokrine System, toxisch. Parabene können in die tiefsten
schichten der Haut aufgesaugt, von dem Blutzirkulationssystem absorbiert und im
Körpergewebe angesammelt werden. So können die Stoffe eine erhöhte
Konzentration erreichen, das Immunsystem wesentlich beschädigen und dadurch
Entstehung verschiedener Krankheiten und Anomalien begünstigen. Durch den
Körper der Mutter werden diese Stoffe auch an die Nachkommen weitergegeben
(Parabene wurden auch in der Muttermilch gefunden), wodurch das Immunsystem des
Neugeborenen geschwächt wird.
Propylenglycol, Propylene Glycol
Enthalten im Gesichtswasser,
Gesichts-, Augen- und Körpercremes
Zweck: wird als Feuchtigkeitsmittel
für die Haut und Lösungsmittel für Zusätze in der Kosmetikherstellung, sowie
auch in der Herstellung von Antifreeze, Bremsenflüssigkeit, Lack verwendet.
Unerwünschte Wirkung:
toxisch, verursacht Leberanomalien und Nierenschäden (Tierversuche), hat ein
niedriges Molekulargewicht, gelangt dadurch leicht ins Gewebe. Absorbiert
Feuchtigkeit, auch von der Haut, macht die Haut trocken. Es wird empfohlen, in
der Kosmetik Pflanzliches Glyzerin statt Propylenglycol zu verwenden.
Mineralöl, Mineral Oil (Paraffinum Liquidum)
Enthalten in allen Arten
von Cremes, Massageölen, der Hauptbestandteil des „Kinderöls"
Zweck: Erweichen der Haut,
Einfetten.
Unerwünschte Wirkung:
billiges Nebenprodukt der Erdölverarbeitung, bedeckt die Haut mit „nicht
atmender" Schicht, verursacht Kodemone (schwarze Punkte, Entzündungen). Kann
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten, ist kanzerogen
und mutagen. Wird in der Kosmetik hauptsächlich deswegen verwendet, weil es in
Vergleich zu hochwertigen Pflanzenölen ein billiger Rohstoff ist.
Triethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamine (TEA), Diethanolamine (DEA)
Enthalten in verschiedenen
Arten von Cremes, Deos, Shampoos
Zweck: wird als alkalischer
Stoff zur pH-Wert-Regulierung im kosmetischen Mittel, sowie als Lösungsmittel
verwendet.
Unerwünschte Wirkung: kann
als Reizmittel wirken. In kosmetischen Mitteln wird auch Isopropyl Mystrate
(ölartiger, erweichender Stoff), der in Verbindung mit TEA und DEA kanzerogene
bzw. krebserregende Verbindungen, Nitrosamide, bildet.
BHT (Butylated Hydroxythaluene)
Enthalten in verschiedenen
Arten von Cremes, Deos
Zweck: Antioxidant, das die
Oxidation und Verderben des kosmetischen Mittels verhindert.
Unerwünschte Wirkung:
synthetisches Antioxidant, das allergische Reaktionen erzeugt. Es wird
empfohlen, statt BHT natürliche Antioxidantien zu verwenden, z.B.: Vitamine E,
C und andere.
Phenoxyethanol
Enthalten in verschiedenen
Arten von Cremes
Zweck: Konservierungsstoff.
Unerwünschte Wirkung:
kanzerogen, mutagen und toxisch.